In der Welt habt Ihr Angst,
aber seid getrost,
ich habe die Welt überwunden! 

Jesus Christus

 

Was tun, wenn die Angst in einem hochkriecht? Wenn sich Existenzangst breit macht, wenn die Situation überfordert? Wenn man Entscheidungen treffen muss, zu denen man sich nicht in der Lage ist, weil es keinen Ausweg zu geben scheint? Was tun, wenn einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird?

Beten hilft, denn das heißt Sorgen teilen, sogar abgeben an denjenigen, der die Welt in seiner Hand hält. Gott hat uns kein sorgenfreies Leben ohne Not und Angst versprochen. Aber Er hat zugesagt, dass er bei uns ist in der Not. Das haben schon viele Beter in Anspruch genommen. Willst Du Dir vielleicht ihre Wort zu eigen machen, wenn es Dir gerade genau so geht?

 

Aus der Tiefe meiner Not schreie ich zu dir.
Herr, höre mich doch! Sei nicht taub für meinen Hilferuf!
Wenn du Vergehen anrechnen wolltest,
Herr, wer könnte vor dir bestehen?
Aber bei dir finden wir Vergebung,
damit wir dich ehren und dir gehorchen.
Ich setze meine ganze Hoffnung auf den Herrn,
ich warte auf sein helfendes Wort.
Ich sehne mich nach dem Herrn
mehr als ein Wächter nach dem Morgengrauen.

Psalm 130, Vers 1 – 6 (Die Bibel – Gute Nachricht Übersetzung)

 

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Psalm 23 (Die Bibel – Luther Übersetzung)

 

Ich bin ganz sicher, dass nichts uns von seiner Liebe trennen kann:
weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen noch andere gottfeindliche Mächte,
weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Himmel noch Hölle.
Nichts in der ganzen Welt kann uns jemals trennen von der Liebe Gottes,
die uns verbürgt ist in Jesus Christus, unserem Herrn.

Römer 8, Vers 38 – 39 (Die Bibel – Hoffnung für alle Übersetzung)

 

Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende!

Matthäus 28, 20b

 

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört dir unser Leben ganz.

Dietrich Bonhoeffer hat das Gedicht 1944 im Berliner Gestapo-Haft, wenige Monate vor seiner Hinrichtung, geschrieben 

 

Befiehl du deine Wege
und was dein Herze kränkt
der allertreusten Pflege
des, der den Himmel lenkt.
Der Wolken, Luft und Winden
gibt Wege, Lauf und Bahn,
der wird auch Wege finden,
da dein Fuß gehen kann.

Paul Gerhard – Er erlebte den dreißigjährigen Krieg, die Pest
und musste mit ansehen, wie vier seiner fünf Kinder früh starben

 

SEGEN

Der Herr sei vor dir,
um dir den rechten Weg zu zeigen,
der Herr sei neben dir,
um dich in die Arme zu schließen und dich zu schützen,
der Herr sei hinter dir,
um dich zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen,
der Herr sei unter dir, um dich aufzufangen,
wenn du fällst und dich aus der Schlinge zu ziehen,
der Herr sei in dir,
um dich zu trösten, wenn du traurig bist,
der Herr sei um dich herum, um dich zu verteidigen,
wenn andere über dich herfallen,
der Herr sei über dir, um dich zu segnen.

Altirischer Segenswunsch